Nach der renommierten amerikanischen Zeitschrift Family Business, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine globale Klassifizierung von Firmen im Familienbesitz zu erstellen, ist Barone Ricasoli an vierter Stelle weltweit unter den langlebigsten
Unternehmen und an zweiter Position auf dem Weinsektor.
Barone Ricasoli ist demnach das älteste weinerzeugende Unternehmen Italiens.
 

 

Der Name Ricasoli ist seit 1141 mit dem Wein verbunden, dem Jahr, in dem das Castello in den Besitz der Familie Ricasoli kam
Der Stammbaum der Familie, in einer Reproduktion aus dem Jahr 1584, ist auch eines der ersten Bilder, die wir aus dem Chianti-Gebiet haben. Nach Jahrhunderten der Verteidigung von Ländereien und herrschaftlichen Besitzungen, verschrieben sich die Ricasoli der Entwicklung der Landwirtschaft und der Weinberge. Schon ab Ende des 17. Jahrhunderts berichten Dokumente von den ersten Exporten nach Amsterdam und England, während die Weine von Brolio zu Beginn des 20. Jahrhunderts in die ganze Welt exportiert werden: Von China bis nach Saudi-Arabien, von Südafrika bis Guatemala, über Costa Rica bis zu den damaligen britischen Kolonien in Afrika.
Es war Baron Bettino Ricasoli (1809 – 1880), ein bekannter Politiker aber vor allem Forscher und Unternehmer von großem Weitblick, der den Wein förderte, der heute auf der ganzen Welt die größte Berühmtheit genießt: Den Chianti. 

 

DER EISERNE BARON UND SEINE FORSCHUNGEN

 

1872. Die Geburtsstunde des Chianti
Nach mehr als dreißig Jahren Forschung und Experimenten schickt Baron Bettino Ricasoli die Rezeptur dieses Weines per Brief an Professor Cesare Studiati von der Universität Pisa:
...Die Resultate meiner ersten Experimente wurden bestätigt: Der Wein erhält vom Sangioveto den Hauptanteil seines Duftes und eine gewisse Ahnung von Kraft; der Cannaiulo verleiht die Lieblichkeit, mit der die Härte des erstgenannten abgemildert wird, ohne dass diesem etwas von seinem Duft genommen wird, für den auch diese Traube sich auszeichnet; der Malvagia, auf den man bei den für die Lagerung bestimmten Weinen auch verzichten könnte, neigt dazu das Produkt der ersten beiden Sorten zu verdünnen, verstärkt den Geschmack und macht ihn leichter und besser geeignet für das tägliche Mahl... 
Neulich wurde die Produktspezifikation verändert: Man hat auf die Malvasia verzichtet, wie Bettino Ricasoli vorgeschlagen hatte, und der Sangiovese ist jetzt der Protagonist. Die Regelung schränkt den Anteil an anderen roten Rebsorten auf maximal 20% ein.