Die ältesten Steine des Schlosses Brolio stammen aus dem Hochmittelalter. Bereits im Jahre 1141 kam das Schloss durch einen Tausch in den Besitz der Familie Ricasoli. An der Grenze zwischen Siena und Florenz war Brolio das letzte Verteidigungsbollwerk von Florenz gegen Siena und erlebte somit alle Auseinandersetzungen der Zeit. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte es Angriffe und Zerstörungen in zahlreichen historischen Schlachten, von den Angriffen der Aragonier und Spanier im 15. Jahrhundert, über Kämpfe des 17. Jahrhunderts bis hin zu den Bombardements aus der Luft und am Boden im zweiten Weltkrieg.

 

Heute weist das mehrfach wieder aufgebaute und veränderte Schloss die Merkmale der unterschiedlichsten Epochen auf
Von den befestigten Bastionen des Mittelalters über romanische und neogotische Einfügungen bis hin zu den Eigenheiten des toskanische 19. Jahrhunderts.

Das Schloss ist umgeben von 230 Hektar Weinbergen, die zum Terrain des Unternehmens gehören, des größten im Chianti Classico-Gebiet: 1200 Hektar zwischen den Gemeinden Gaiole und Castelnuovo Berardenga – Täler, Hügel, Eichen- und Kastanienwälder und 26 Hektar, die mit Olivenbäumen bepflanzt sind, die von der Schönheit und großen Vielfalt des Bodens und des Klimas dieses zentralen Anbaugebiets im Chianti profitieren. In der bahnbrechenden Kellerei in der Nähe vom Schloss wird dieselbe Mission erfüllt, die 1872 Bettino Ricasoli zur Erfindung der Formel für Chianti brachte.